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24.10.2012

Gesunde Stadt als Umweltrecht

Grazer Symposium „Wie gesund ist unsere Stadt?“

v.l.n.r.: Bürgermeister-Stellvertreterin Lisa Rücker, Dr. Jürgen Schneider vom Umweltbundesamt, Dr. Claudia Hornberg von der Universität Bielefeld, Dr. Werner Prutsch vom Grazer Umweltamt 
v.l.n.r.: Bürgermeister-Stellvertreterin Lisa Rücker, Dr. Jürgen Schneider vom Umweltbundesamt, Dr. Claudia Hornberg von der Universität Bielefeld, Dr. Werner Prutsch vom Grazer Umweltamtv.l.n.r.: Bürgermeister-Stellvertreterin Lisa Rücker, Dr. Jürgen Schneider vom Umweltbundesamt, Dr. Claudia Hornberg von der Universität Bielefeld, Dr. Werner Prutsch vom Grazer Umweltamt
 

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23.10.2012: Wer meint, anstehende städtische Umweltprobleme mit Einzelmaßnahmen und „Tunnelblick" in den Griff zu bekommen, wurde beim Umweltsymposium „Wie gesund ist unsere Stadt?" des Grazer Umweltamtes schnell eines besseren belehrt. Die Seminarräumlichkeiten der „Albert Schweitzer Klinik" boten ReferentInnen von den Umweltbundesämtern in Berlin und Wien sowie heimischen und deutschen Umwelt-, Gesundheits-, Mobilitäts- und SozialexpertInnen einen durchaus symbolträchtigen Boden für Vorträge und Diskussion.

 

Im Mittelpunkt aller Betrachtungen stehen nach einhelliger Meinung aller ExpertInnen immer die Menschen - allerdings mit unterschiedlichen geografischen und sozialen Rahmenbedingungen. „Umweltgerechtigkeit" lautet daher ein vorrangiger Auftrag an die Politik, wenn es darum geht, durch vernetzte Maßnahmen zwischen Umwelt-, Gesundheit und Sozialem eine annähernd gleiche Lebensqualität in einer konkreten Region herzustellen. Gesamt kann sich daraus nicht nur ideell sondern auch volkswirtschaftlich ein Gewinn ergeben.

Für Graz und den Leiter des Grazer Umweltamtes, Werner Prutsch, wird jedenfalls ganz konkret bestätigt, dass gerade bei den Luftschadstoffen wie Klimagasen, Feinstaub und NO2 mit einer Klappe gleich mehrere Fliegen zu treffen wären: „Nur mit Maßnahmen im Bereich Hausbrand werden wir da aber nicht weit genug kommen."

„Sämtliche Expertisen zeigen uns, dass jene Menschen, die an den am stärksten befahrenen Straßen leben, nicht nur sozial, sondern auch gesundheitlich am meisten belastet sind", resümiert Bürgermeister - Stellvertreterin Lisa Rücker die Ergebnisse des heutigen Tages. „Wenn wir von einer notwendigen Verkehrsreduktion reden, geht es also auch um die Herstellung einer ökologischen Gerechtigkeit." Konkret steht die Grüne Verkehrsstadträtin für die kurzfristige Umsetzung tageweiser Fahrverbote nach dem Vorbild anderer europäischer Städte. „Ein autofreier Tag pro Auto pro Woche kann sofort umgesetzt werden und bringt uns eine Verkehrsreduktion von 10%", so Rücker, die nach dem Rückzieher der ÖVP in Sachen Umweltzone akuten Handlungsbedarf sieht. Mittelfristig sieht Rücker die Notwendigkeit ein städtisches Roadpricing zu entwickeln. „Wir haben das technische Know-How für ein flexibles, faires und ökologisches Roadpricing für Graz hier vor Ort", so Rücker. Betreffen soll es alle, die im Luftsanierungsgebiet im Großraum Graz mit dem Auto unterwegs sind, jedoch zeitlich und räumlich flexibel und in der Höhe nach Abgasklassen gestaffelt.

„Wir wissen, dass eine Reduktion des Autoverkehrs die einzige Möglichkeit ist, unsere Luftgüte nachhaltig zu verbessern und unsere Lebenserwartung wieder zu heben", so Rücker abschließend. „Dass es dazu nach wie vor keine Bereitschaft im Grazer Gemeinderat sowie in der Landesregierung gibt, ist verantwortungslos."

 
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