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13.02.2014

Fachrunde informiert Grazer Rathausfraktionen über Möglichkeiten zur Eindämmung des Autoverkehrs

Umweltstadträtin Rücker: „Jetzt müssen alle an einem Strang ziehen!“

Foto: Stadt Graz/Fischer 
Foto: Stadt Graz/FischerFoto: Stadt Graz/Fischer
 
Foto: Stadt Graz/Fischer 
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13.02.2014: In einem voll besetzten Mediacenter konnten sich heute GemeinderätInnen, Interessensvertretungen und RedakteurInnen lokaler Medien in Sachen Grazer Luftqualität auf den letzten Stand bringen. Eingeladen waren sie von der Grazer Umweltstadträtin Lisa Rücker und dem Umweltamt. Zentrales Thema waren Möglichkeiten zur Luftverbesserung durch Eindämmung des Autoverkehrs. „Ich freue mich darüber, dass die übrigen Fraktionen im Rathaus nach einer langen Zeit des Stillstandes wieder bereit sind, ernsthaft über wirkungsvolle Maßnahmen im Verkehrsbereich nachzudenken", so Stadträtin Lisa Rücker.

Ein europäischer Vergleich von DI Karl Reiter (FGM) hat gezeigt, dass die Umweltzone in diesem Raum die am meisten angewendete Maßnahme gegen die in Städten zunehmende Schadstoffbelastung ist. Mit ihr gelingt vor allem eine Reduktion der feinsten Staubpartikel und der giftigen Stickstoffdioxide. Tatsächliche Reduktionen des Verkehrsaufkommens im Sinne weniger gefahrener Autokilometer wurden in jenen Städten erreicht, die sich für Mautsysteme entschieden haben. So konnten London, Stockholm und Göteborg den Autoverkehr um bis zu 20% reduzieren.

Dass derartige Maßnahmen auch die Entwicklung neuer Fahrzeugtechnologien beschleunigen, bestätigte DI. Dr. Stefan Hausberger vom Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik TU-Graz. Er erachtet eine Reduktion der KFZ-Kilometer für notwendig, um die Verkehrsinfrastruktur in Graz vor noch stärkeren Engpässen zu bewahren und den Energieverbrauch und CO2-Emissionen zu senken.

Mag. Thomas Reznicek, der mit der Firma Kapsch bereits in einigen Städten weltweit Mautsysteme umgesetzt hat, berichtete von seinen Erfahrungen. Wofür man sich auch entscheide, ob für Citymaut, Umweltzone oder gezielte Zufahrtsbeschränkungen - wirkungsvoll seien jene Mittel, die den Menschen bereits vor Reisebeginn dazu ermutigen, Alternativen wahrzunehmen. Andernfalls sehe man sich mit Verlagerungseffekten konfrontiert.

Die Verkehrsexperten DI Gerald Röschel und der Abteilungsvorstand der Grazer Verkehrsplanung DI Kroißenbrunner betonten in diesem Zusammenhang, wie wichtig es sei, Anreiz und Beschränkung nicht voneinander getrennt zu sehen. So sei im Bereich der Anreizsysteme in den letzten Jahren in Graz vieles auf Schiene gebracht worden, was für sich alleine aber die notwendige Reduktion nicht gewährleisten könne.

„Bei diesem Fachgespräch waren sich alle Experten einig, dass Maßnahmen zur Reduktion des Autoverkehrs in der Stadt notwendig sind", fasst Rücker das Wesentliche zusammen. „Wir haben heute auch gesehen, mit welchen Maßnahmen es möglich ist und nun liegt es an den Fraktionen im Gemeinderat, auf dieser sachlichen Ebene endlich die notwendigen Beschlüsse zu fassen. Dass wir Grüne dazu bereit sind, ist hoffentlich bekannt. Ich erwarte mir aber, dass jetzt alle an einem Strang ziehen."

Mag. Nicole Kuss

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