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28.06.2017

Grazer Fernwärmeversorgung wird grün

15. Grazer Energiegespräche absolviert
Bürgermeister Siegfried Nagl (5.v.l.) und Stadträtin Tina Wirnsberger (6.v.l.) bei den 15. Grazer Energiegesprächen © Stadt Graz/Foto Fischer
Bürgermeister Siegfried Nagl (5.v.l.) und Stadträtin Tina Wirnsberger (6.v.l.) bei den 15. Grazer Energiegesprächen© Stadt Graz/Foto Fischer
 

Zum 15. Mal lud das Umweltamt der Stadt Graz zur erfolgreichen Veranstaltungsreihe der Grazer Energiegespräche in den Wartingersaal Graz. An die 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten trotz sommerlicher Temperaturen Interesse an der Veranstaltung zum Thema „Zukunft der Wärmeversorgung im Großraum Graz". Seit der „Grazer Wärmekrise" 2014 analysiert das Projektteam "Wärmeversorgung Graz 2020/2030" verschiedenen Optionen für die Bereitstellung der Wärme für die fernwärmeversorgten Objekte im Großraum Graz. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der aktuelle Stand der Wärmeversorgung in Graz vorgestellt. Dabei stellte sich heraus, dass gerade in den letzten Jahren eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt wurde und weitere in Planung sind - an der weiteren Anhebung des Anteils der Wärmeaufbringung aus Erneuerbaren Quellen wird derzeit intensiv gearbeitet.  

Umweltstadträtin Tina Wirnsberger und Bürgermeister Siegfried Nagl eröffneten die zweiten Energiegespräche des Jahres. Die Umweltstadträtin zeigte sich über die Entwicklung der letzten Jahre erfreut und betonte, in Graz habe man eine große Chance genutzt und somit ein Vorzeigemodell für viele andere Städte geschaffen. Bürgermeister Siegfried Nagl verwies in seiner Ansprache auf die Herausforderungen einer sauberen, sicheren und leistbaren Wärmeversorgung und unterstrich, im Grazer Prozess sei noch einiges zu tun, man sei aber auf einem guten Weg.

Die Veranstaltung, die von Klaus Höfler moderiert wurde, bot eine Vielzahl an hochkarätigen Fachvorträgen aus dem In- und Ausland. Wolfgang Knaus vom Wärmedirektservice der Energie Graz GmbH und Gerald Moravi der Energie Steiermark stellten die neuesten Maßnahmen ihrer Organisationen vor. Dazu zählen unter anderem das solare Speicherprojekt Helios am Neufeldweg Graz, mit dem ab September 2017 durch die Groß-Solarthermie-Anlage in Kombination mit einem Fernwärmespeicher und der Verwertung von Deponiegas die dezentrale Wärmebereitstellung für das Fernwärmesystem im Großraum Graz forciert werden kann. Eine neue Dimension an Solarwärmeanlagen wird das Projekt „Big Solar Graz" eröffnen. Mit dem weltweit größten geplanten Solarthermie-Projekt im Süden von Graz soll mit einem Kollektorfeld von 450.000 m2 ca. 20% des gesamten Grazer Fernwärmebedarfs bereitgestellt werden.

Daneben präsentierten Hubert Hopf der Sappi Austria Produktions-GmbH & Co. KG und Jakob Edler der Bioenergie Fernwärme BWS GmbH das derzeit in Umsetzung befindliche Projekt zur Abwärmenutzung aus dem Papier- und Zellstoffwerk Sappi. In der kommenden Woche werden die letzten Meter der 12 km langen Fernwärmeleitung von Gratkorn nach Graz fertig gestellt, ab Herbst dieses Jahres wird dann in das Grazer Fernwärmenetz eingespeist.

Neben den aktuellen Entwicklungen im Großraum Graz referierte Simona Weisleder vom Hamburg Institut über die Pläne zur Wärmeversorgung in Hamburg. Für die Hansestadt bietet sich zukünftig ein vielfältiges, dezentrales und erneuerbares System an, das auf einen technisch-ökologischen Strukturwandel aufbaut. So betonte die Wärmeexpertin, dass die Energiewende in Hamburg nur gelingen könne, wenn eine ambitionierte Wärmewende umgesetzt wird und man sich von Graz einiges abschauen könne, ganz besonders hinsichtlich der kooperativen Weise, wie in Graz mit allen Beteiligten und gemeinsam mit der interessierten Öffentlichkeit dieser Prozess gelebt wird.

Zuletzt präsentierten Werner Prutsch vom Umweltamt der Stadt Graz und Ernst Meißner von der Grazer Energieagentur die „Vision 2050", welche Szenarien zu einer 100%igen erneuerbaren Wärmeaufbringung für die Fernwärmeversorgung des Großraums Graz bis zum Jahr 2050 skizziert. Für das ambitionierte Vorhaben gibt es eine Reihe an Ansätzen. Diese reichen von Effizienzsteigerungen im derzeitigen System über die Nutzung von weiteren industriellen Abwärmequellen bis hin zur Nutzung des regional verfügbaren Biomassepotenzials für Spitzenlastabdeckung und Nachheizung auf das im Fernwärmenetz an den kältesten Tagen erforderliche Temperaturniveau von 120°C.

Zur anschließenden Podiumsdiskussion fanden sich auch die Vertreterinnen und Vertreter der Partner der Grazer Energiegespräche am Podium ein, die neben den Vortragenden Publikumsfragen beantworteten.  Am Ende der Veranstaltung war sich das Podium einig: Die Zukunft der Grazer Fernwärmeversorgung wird grün!

 
 
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