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27.04.2018

HELIOS erhält den Energy Globe Styria Award 2018

Für das solare Großspeicherprojekt HELIOS wurde die Energie Graz gestern, im feierlichen Rahmen der Aula der Alten Universität, mit dem begehrten Energy Globe Styria Award 2018 ausgezeichnet. HELIOS kombiniert Wärme aus Sonnenergie und Deponiegas mit einem Großspeicher, ein in Europa einzigartiges Innovationsprojekt der Energie Graz.

Ökologische Fernwärme für Graz

Das erneuerbare Großspeicherprojekt HELIOS ist Bestandteil der nachhaltigen Grazer Vision „Wärmeversorgung Graz 2020/2030" (mit Vertretern des Grazer Umweltamtes, der Energie Graz, der Energie Steiermark, der Holding Graz, des Landes Steiermark und der Grazer Energieagentur) und soll die Versorgungssicherheit des Grazer Fernwärmenetzes weiter stärken. Zudem soll der Anteil der Wärmeaufbringung mit erneuerbaren Quellen in Graz bis zum Jahr 2030 von derzeit rd. 25 Prozent auf mindestens 50 Prozent erhöht werden.

Mit diesem Projekt, im Südosten von Graz, ist es der Energie Graz, gemeinsam mit den Projektpartnern Stadt Graz und Holding Graz sowie den Fördergebern Land Steiermark und Klima- und Energiefonds gelungen, ein zukunftsorientiertes, nachhaltiges und im urbanen Bereich einzigartiges dezentrales Wärmeversorgungskonzept umzusetzen. Die Planung und Projektabwicklung erfolgte durch die WDS Wärmedirektservice, einer 100-prozentigen Tochter der Energie Graz.

Europaweit einzigartig

Der innovative Ansatz der Gesamtkonzeption ist die Hybridanlage mit Solarenergie, Deponiegas-Blockheizkraftwerk, Wärmespeicher, Power-to-Heat und Direkteinbindung in das Fernwärmenetz. HELIOS wurde im Südosten von Graz auf dem Gelände der „Altdeponie Köglerweg" errichtet und im Dezember 2017 erstmals in Betrieb genommen. Herzstück der Hybridanlage ist ein rund 26 m hoher Wärmespeicher mit einem Durchmesser von 12 m und einem Nutzvolumen von 2.500 m³. Gespeist wird der Fernwärmespeicher unter anderem durch die neu errichtete ca. 2.000 m² große Solarthermieanlage am Grundstück, wobei die Kollektorfläche im Endausbau auf rund 10.000 m² erweitert werden soll. Durch die Einbindung des Speichers in den Grazer Fernwärmeverbund wird der Wärmespeicher auch durch andere Wärmeauskopplungsanlagen konditioniert. Das bisher über eine Fackel an die Umwelt abgeführte Deponiegas der Altdeponie Köglerweg wird nun in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) verwertet und die Abwärme dem thermischen Speichersystem zugeführt. Der mit dem BHKW produzierte Öko-Strom dient der Eigenversorgung, wobei die elektrische Überschussenergie über eine „Power-to-Heat - Einheit" in Wärme umgewandelt wird und bei Bedarf ebenfalls zwischengespeichert werden kann. Die Fernwärmeeinspeiseleistung des Projekts beträgt im Regelbetrieb ca. 3,5 MW, bei Bedarf können auch Spitzenlasten bis zu 10 MW bedient werden. Damit liegt der prognostizierte jährliche Wärmeertrag bei rund 2,5 GWh, im Endausbau soll dieser auf ca. 4,8 GWh nahezu verdoppelt werden.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie im Infoblatt

 
 
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