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16.06.2015

Kaugummis pflastern die Straßen von Graz

Das Projekt: Kaugummi trifft Kunst

 
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3 Grazer Schulklassen und 2 Grazer Aktivistinnen starteten ein Kaugummi – Kunstprojekt, um auf die Umweltverschmutzung durch das achtlose Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum aufmerksam zu machen. Am 10. Juni 2015 haben sich drei Klassen der steirischen UNESCO Schulen* NMS Dr. Renner und die beiden VS Geidorf und Neufeld an die Arbeit gemacht und vom Kunsthaus beginnend bis zum Mariahilferplatz die von Kaugummis gepflasterten Wege und Plätze mit Malereien verziert.

Denn wenn der Kaumuskel den Geist aufgibt landet der ausgediente Kaugummi nicht selten direkt auf dem Boden. Ausgespuckt eben. Littering ist der Fachbegriff für das achtlose Wegwerfen und Liegenlassen von Abfällen im öffentlichen Raum. So auch für das Ausspucken von Kaugummis auf Plätze, Gehwege, Bänke und andere Dinge, die der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Einmal bewusst darauf geachtet, wird man überrascht sein, in welchem Ausmaß der Kaugummi unsere Wege pflastert. Littering hat in den letzten Jahren stark zugenommen, verursacht Kosten und Ärger und belastet die Umwelt. Ein Kaugummi hält sich etwa 5 Jahre in der Natur, wenn er nicht ordentlich entsorgt wird. 

Einen anderen Weg haben Vilja Neuwirth und Barbara Kasper mit Unterstützung der Grazer Umweltstadträtin Lisa Rücker eingeschlagen. Die beiden Frauen sind in London auf die kleinen, feinen und mittlerweile berühmten Kaugummibilder von Ben Wilson gestoßen und waren als Lehrerinnen bald von der Idee getragen, ein ähnliches Projekt im Sinne der Umweltbildung mit Schülerinnen und Schülern auch in Graz umzusetzen. Gesagt, getan.

„Das ‚Tun‘ steht bei dieser Aktion im Mittelpunkt", erklärt Barbara Kasper.Die Kinder sollen das Gefühl bekommen, dass sie andere durch ihr eigenes Wirken auf die Umweltprobleme aufmerksam machen können." Umweltstadträtin Lisa Rücker war von der Idee gleich begeistert und hat das Projekt gerne unterstützt: „Ich kenne die Bildchen von Ben Wilson schon länger und freue mich, dass wir mit dem Schulprojekt eine freundliche und künstlerische Form gefunden haben, auf das zunehmende Problem der Vermüllung des öffentlichen Raumes aufmerksam zu machen. Solange der Kaugummi nicht am Schuh klebt, fällt einem ja kaum auf, wie sehr unsere Straßen und Plätze unter dem achtlos weggeworfenen Alltagsabfall leiden."

Parallel zu der Malaktion der Kinder werden in einigen Geschäften in der Mariahilfer Straße Fotos zum Thema ausgestellt: Eva Mohringer hat allgemein alte Kaugummis fotografiert, Vilja Neuwirth die Bilder von Ben Wilson auf der Milleniumsbridge in London.

 

* In der Steiermark gibt es 16 UNESCO-Schulen der unterschiedlichsten Schultypen. UNESCO-Schulen unterlaufen eine 2-jährige Prüfungszeit, in der sie Projekte vorstellen müssen, die den Prinzipien der UNESCO-Schulen entsprechen. Dazu gehören Menschenrechts- und Friedenserziehung, interkulturelles und globales Lernen, das Wissen um das Weltkulturerbe und in diesem Fall die Umwelterziehung. UNESCO-Schulen sollen nicht nur Wissen anhäufen, es geht auch darum, um das Tun, das Lernen miteinander zu leben und das Lernen für eine gemeinsame Zukunft.

 
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