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Stadt Graz Umweltamt
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03.12.2021

Lebensmittel sind kostbar – geh achtsam damit um!

Reduktion von Lebensmittelabfällen an Grazer Volksschulen

In Graz essen über 4.100 Volkschulkinder (z.T. gemeinsam mit Mittelschüler:innen) an 36 unterschiedlichen Schulstandorten zu Mittag. Die Mahlzeiten werden zentral von der Küche Graz im Cook & Chill Verfahren gekocht und in den Schulküchen von Küchenmitarbeiter:innen der GBG Gebäude- und Baumanagement Graz aufbereitet und ausgeteilt. 
Täglich landete eine große Menge an übriggebliebenen Lebensmitteln/Mahlzeiten der Grazer Schulküchen als „Küchen- und Speisenabfälle" in der Tonne. In manchen Schulen waren täglich 20-30 kg an noch unberührten und frisch gekochten Speisen zum Entsorgen. 

Diese Umstände veranlassten in der VS St. Peter eine engergierte Küchenmitarbeiterin zum Umdenken. Sie, ihr Team und die Direktorin sowie die gesamte Schulgemeinschaft starteten im Schuljahr 2018/19 eine Initivaitve zum verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmittel und deren Rettung.

Als Vorbild für ein weiterführendes Projekt gab es Vereinbarungen zwischen Küche Graz, Abteilung für Bildung und Integration und der caritativen Einrichtung. So konnten neben der notwendigen Einverständnis der Eltern auch alle rechtlichen und hygienischen Vorgaben für die Weitergabe der Lebensmittel fixiert werden. 

Dies überzeugte die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik! Ziel war es einen Ausbau bzw. Weiterführung der Initiative bei möglichst vielen Schulstandorten zu forcieren.

 

 
Projekt „Reduktion von Lebensmittelabfällen an Grazer Volksschulen“

Im Schuljahr 2020/21 startete das Projekt „Reduktion von Lebensmittelabfällen an Grazer Volksschulen" mit Finanzierungszusagen von der Stadt Graz (Umweltamt & Abteilung für Bildung und Integration) und des Klimaschutzministeriums.

Ziel war es das Projekt auf möglichst vielen städtischen Volksschulen in Graz auszurollen, um Lebensmittelabfälle auf ein Minimum zu reduzieren. Die Weitergabe der übriggebliebenen Mahlzeiten aus den Grazer Schulküchen an caritative Einrichtungen in der Nähe ermöglichte eine sinnvolle Nutzung der wertvollen Lebensmittel. Gleichzeitig konnten Ressourcen geschont, Kosten gespart und Abfälle vermieden werden.

Unterschiedliche Möglichkeiten zur Weitergabe von übriggebliebenen Speisen wurden im Rahmen des Projektes an verschiedenen Standorten umgesetzt und erprobt: 

  • Teilen mit caritativen Einrichtungen in der Nähe
  • Flexibles Bestellsystem mit direkter Weitergabe an caritative Einrichtungen
  • Weitergabe an Lebensmittelretter, die FAIR-teiler damit befüllen

Durch die genaue Portionenermittlung und das flexible Bestellsystem konnten an 35 Schulstandorten seit März 2021 täglich 207 kg Lebensmittelabfälle vermieden werden. Bei 185 Schultagen wären das jährlich 38.295 kg weniger Lebensmittelabfälle.

Außerdem zielt das Projekt darauf ab, dass für Groß und Klein der bewusste Umgang mit unseren wertvollen Lebensmittel selbstverständlich ist.

Weitere Fakten zum Projekt

  • Projektlaufzeit:
    10/2020 bis 11/2021 (coronabedingt um 1 Monat verlängert) - Die Pandemie und die damit zusammenhängenden Einschränkungen im Schulbetrieb machten eine Durchführung der geplanten Projektmaßnahmen zeitweise nicht möglich. 
  • Projektteam (ohne Titel):
    ecoversum (Karin Dullnig & Daniela Schwarzbauer), GBG (Kerstin Konstantin & Sandra Schramke)
  • Involvierte Mitarbeiter:innen in den Schulküchen:
    ca. 60 in 35 Schulstandorten der Stadt Graz
  • Begleitendes Fachteam von Seiten der Auftraggeber (ohne Titel):
    Günter Fürntratt & Bianca Flecker (ABI), Christopher Lindmayr & Werner Prutsch (Umweltamt), Günter Hirner & Andreas Molnár (GBG), Franz Gerngross (Küche Graz)
  • Kooperation:
    Das Projekt ist offizieller Kooperationspartner von „Lebensmittel „Lebensmittel sind kostbar!" - der Initiative des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK).
 
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