• Seite vorlesen
  • Auf LinkedIn teilen

Unsichtbare Gefahr Skiwachs

Chemikalien verschmutzen Alpen und Gewässer

20.01.2026
Unsichtbare Gefahr Skiwachs
Unsichtbare Gefahr Skiwachs © Artur Didyk via canva.com

In Österreich - einem der führenden Wintersportländer Europas - sorgt ein unscheinbares, aber weit verbreitetes Produkt zunehmend für Diskussionen: Skiwachs. Viele handelsübliche Skiwachse enthalten nämlich PFAS - chemische Verbindungen, die zwar die Gleitleistung von Skiern verbessern, jedoch in der Umwelt über hunderte Jahre nicht abgebaut werden. Als sogenannte „Ewigkeitschemikalien" reichern sie sich in unseren Böden und Gewässern an.

Gefährdung von Boden, Wasser und Gesundheit

Eine Studie der Uni Graz mit Fokus auf Steirische Skigebiete ergab erst kürzlich, dass die Konzentration der Chemikalien dort deutlich höher war, als in Gebieten, die nicht zum Skifahren genutzt werden. Besonders gefährlich werden die Stoffe, wenn sie über das Grundwasser, Lebensmittel, Hautkontakt oder Dämpfe in unsere Körper gelangen. Denn dort können sie auch unserer Gesundheit schaden.

Im professionellen Skisport hat man bereits reagiert und die fluorierten Wachse verboten. Auf eine Ausweitung auf den Freizeit- und Breitensport sollten verantwortungsvolle Naturfreund:innen allerdings nicht warten, sondern schon jetzt auf umweltfreundliche Alternativen umsteigen. Der Markt bietet dazu ausreichend konkurrenzfähige Produktlinien.

Was ist zu tun?

  • Alte PFAS - Wachsbestände als Sondermüll entsorgen.
  • Rückstände auf Skiern mit speziellen, fluorfreien Reinigern säubern. 
  • Auf fluorfreie Produkte mit dem Kennzeichen „Fluor Free" oder "PFC-frei" umsteigen.

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).