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Umweltpreis Graz 2026

12 Projekte zeigen Nachhaltigkeit in voller Blüte

05.11.2026

Große Freude herrschte gestern bei der Verleihung des Grazer Umweltpreises im Kunsthaus Graz. Vizebürgermeisterin Judith Schwentner holte 12 kreative, nachhaltige und mutmachende Projekte vor den Vorhang. Die Bandbreite der ausgezeichneten Initiativen war dabei besonders groß: Sie reichte von Hühnern in der Schule über angeleitete Abfalltrennung beim CSD Parkfest bis zur Inklusion im Klimaschutz.

AnerkennungspreiseHauptpreis VS NibelungenHauptpreis Verein RosaLila PantherInnenHauptpreis Campus Augustinum2. Platz Das Gramm - Verein zur Ressourcenschonung2. Platz Gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt Natur.Werk.Stadt Umweltpreis-Jury

Vizebürgermeisterin Judith Schwentner zeigte sich begeistert vom Engagement der Preisträger:innen:

„Umweltschutz ist kein Selbstzweck. Es geht um ein gutes Leben für uns alle. Um saubere Luft, mehr Grün und eine Stadt, in der wir gerne zu Hause sind. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie viel wir gemeinsam bewegen können. Mit Ideen, die unseren Alltag besser machen, und Denkanstößen, die neue Perspektiven eröffnen. Sie zeigen, dass jede und jeder etwas dazu beitragen kann, Graz noch lebenswerter zu machen."

Hauptpreise für gelebte Nachhaltigkeit

Die Jury vergab in diesem Jahr 3 Hauptpreise mit einem Preisgeld von je 800 Euro.

Die Schüler:innen der VS Nibelungen haben geplant, gemessen und gehobelt und aus heimischem Holz einen maßgefertigten Hühnerstall mitten im Herz-Jesu-Viertel errichtet. Die dort lebenden Hühner werden von den Kindern begleitet und versorgt. Dabei lernen sie, Tiere als Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen wahrzunehmen und Verantwortung für sie zu übernehmen. Das Projekt verbindet Umweltbildung, Tierwohl und handwerkliches Arbeiten und fördert Selbstwirksamkeit, soziales Lernen sowie die Verbundenheit mit dem eigenen Stadtteil.

Das Grazer CSD Parkfest zählt mit mehreren tausend Besucher:innen zu den größten Freiluftveranstaltungen der Stadt. Trotz Mehrweg- und Pfandsystemen in der Gastronomie fiel in den vergangenen Jahren viel Abfall durch mitgebrachte Getränke an. Deshalb wurden heuer erstmals geschulte Personen vor Ort eingesetzt, Sammelstellen besser sichtbar gemacht und Besucher:innen durch mobile Teams informiert und sensibilisiert. Die Kombination aus Umweltbildung, Beteiligung und professionellem Abfallmanagement zeigte Wirkung und liefert ein Beispiel, das auch andere Veranstalter:innen zur Nachahmung motivieren kann.

Der Campus Augustinum verbindet Schulgärten, Bienen, Biodiversität, Kreislaufwirtschaft, die Nachhaltigkeitswoche und klimabewusste Gemeinschaftsverpflegung zu einem Lern- und Lebensraum, in dem Umwelt-, Natur- und Klimaschutz täglich erfahrbar werden. An sechs Standorten werden unterschiedliche Flächen und Beetformen gemeinsam bewirtschaftet - von der Kompostierung über die Aussaat und Aufzucht bis zur Ernte. Die selbst angebauten Lebensmittel finden schließlich ihren Weg auf die Teller der hauseigenen Mensa. So wird nachhaltige Ernährung vom Anbau bis zum gemeinsamen Essen erlebbar.

Zweite Preise für Inklusion und Artenvielfalt

Zwei Preise im Wert von je 700 Euro ergingen an Projekte aus den Bereichen Inklusion und Artenvielfalt. 

Die Inklusive Klimaschutzakademie des Vereins das Gramm ist ein Bildungs- und Beteiligungsprojekt, das Menschen mit und ohne Lernschwierigkeiten gemeinsam zu inklusiven Klimaschutzcoaches ausbildet. Ziel ist es, Klimaschutz für alle Menschen zugänglich zu machen und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Das Projekt zeigt, dass wirksamer Klimaschutz dann besonders viele Menschen erreicht, wenn unterschiedliche Perspektiven einbezogen werden und alle die Möglichkeit haben, aktiv mitzuwirken.

Die Natur.Werk.Stadt schafft und pflegt im gesamten Grazer Stadtgebiet 1,25 Hektar artenreiche Blühwiesen, betreut mehr als 100 Blumentröge in der Innenstadt und gestaltet naturnahe Grünräume, darunter den Garten des Wertschätzungszentrums Lend. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Revitalisierung und Bespielung des ehemaligen Steinbruchs am Spielbergweg. Der heute öffentlich zugängliche Naturerlebnispark bietet Lebensraum für mehr als 460 Tier- und Pflanzenarten. Das Projekt trägt damit zur Förderung der Biodiversität bei und macht Natur mitten in der Stadt erlebbar.

Anerkennungspreise

Haris Mesic - Reparieren statt Wegwerfen - Ein zweites Leben für Elektronik
Nachhaltig in Graz - Info-Website und App „Nachhaltig in Graz"
Unser Bauerngarten - Biogemüsebau entdecken und erleben
VS Gabelsberger - Kleine Würmer, große Wunder - Vom Apfelrest zum Wurmfest
MMS Graz-Ferdinandeum - Zukunft gestalten statt verbrauchen
Praxisvolksschule der Pädagogischen Hochschule - Zukunftswerkstatt GreenLab
BRG Petersgasse, Oberstufenkurs - Verwenden statt verschwenden

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